ich

     

  • Kurz:

    Länger:

  • Susanne Betancor, entsprungen aus deutsch-kanarischem Elternhaus im Ruhrgebiet, lernte Instrumente, studierte Literaturwissenschaften ohne Leistungnachweis, ist Songschreiberin und Liedkomponistin und machte diverse Projekte mit herrlichen Kolleglnnen. Dabei war sie stets bestrebt, die Schubladen zu schließen, in die sie geriet und nicht zu lange in alten Schläuchen zu dümpeln. Momentan macht sie was ganz anderes. Nämlich Lieder komponieren und dichten. Wie immer. Außerdem ein Kurzstudium Komposition an der Hochschule Luzern bei Dieter Ammann.

Preise, Auszeichnungen, Ehrenämter

Prix Pantheon – 1997
Deutscher Kleinkunstpreis – Chanson – 1998
Mit-Gewinnerin des interdisziplinären Realisierungswettbewerbs operare08 der Zeitgenössischen Oper Berlin, finanziert von der Kulturstiftung des Bundes – 2008
Fördermittel der inm für “Betancor macht Songfest 10/09” – 2009
Fördermittel des Regierenden Bürgermeistern von Berlin – Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten für “Betancor macht Songfest 11/10” – 2010
Lehrauftrag für Liedvortrag an der HfS Ernst Busch, Abteilung zeitgenössisches Puppenspiel – 2012/13
Lehrauftrag für Bühnenlied an der UdK Berlin, Abteilung Schauspiel – seit 2014
Förderung des Albums “Mein Herz will sich schlagen” durch den Deutschen Komponisten Verband – 2014
CAS Komposition an der Hochschule Luzern 2016/17


CDs + Bücher

Privat ist modern / Songs mit Musik – 1994 (vielliebrecords)
Platzkonzert – 10/1997 (roofmusic)
Diva gut – 3/1999, Soundtrack zum Theaterstück im Hebbel-Theater, Berlin (vielliebrecords)
Damenbart – 10/2000 (roofmusic)
Damenbart – Roman, Eichborn Verlag Berlin 2000
Ortrud Beginnen – 2003 (roofmusic)
hispanoid – 3/2006 (traumton)
kein Island – 2/2012 (kurtmusik/popappeal)
Mein Herz will sich schlagen – 2014/5 (kurtmusik)


Programmkonzerte + Themenabende:

Privat ist modern – 1994
Im Aussendienst – 1996
Solo für Arme – 1997
Damenbart – 1999
In Djiens (mit Lychee Lassi) – 2000
Sitzclub – 2001
Ich ging kurz raus und war nie weg wer bleibt versaut sich das comeback – 2003
Hispanoid – 2005
WURST – 2008
öfter mal vom Boden essen – 2010
kein Island – ab 2012
Betancor singt Betancor – 2014
Mein Herz will sich schlagen –  2015


Pressemeinungen

Susanne Betancor hat dem Kunstlied wieder zu Geltung verholfen. Sie hat ihm mit ihren humorvoll-hintergründigen, verspielt-absurden Texten einen eigene Stempel aufgedrückt.
Berlin1 vom 14. November 2013

“Polytonaler Kammerpop” so ordnet sie selbst ihn ein, ihren Mix aus nahezu dadaistischen, ineinanderfließenden Wortspielen und knappen Alltagsbeobachtungen. Sie singt ihren rumpelig-flotten Song “Öfter mal vom Boden essen” und anschließend ihren Hit “Tauben grillen im Park”, ihre Hommage an den großen Georg Kreissler: “Tauben grillen im Park/ ich mag so gerne, wie das riecht/ wenn die Taube dann nicht mehr fliecht.” Das ist musikalisches Kabarett frei von schenkelklopfenden Allerweltswitzen, dafür mit einer ordentlichen Dosis Kunst angereichert, also das ist schon eine schöne, kluge Sache.
Die Welt, Hamburg vom 18. Juni 2012

Die Popette gilt als Meisterin der absurd mäandernden Redeflüsse, die pointiert sind, aber keine Pointe brauchen. Als virtuose Beobachterin eines Alltags, dessen Aussehen sie mal als „beige, mit Troddeln dran“, beschrieben hat. Was natürlich richtig ist: dass sie über Magerquark und Leergut singen kann wie andere über Sonnenuntergänge und Bergseen. (…) Es ist ein bestürmend schönes Album geworden, wundervoll changierend zwischen Melancholie und Knalltütenheiterkeit, um einen Betancor-Begriff zu leihen, in seinen Tempi- und Temperamentwechseln so ausgefeilt, dass man wirklich nicht überrascht ist, wenn die Künstlerin erzählt, sie habe jahrelang hauptberuflich Musik gehört und mehr davon im Kopf als auf einen großen iPod passe.
Der Tagesspiegel vom 24. Januar 2012

Kein Island ist ihr auch rundum gelungen. Insbesondere für diejenigen, die, sagen wir mal, eher ungewöhnliche Texte mögen. Und davon hat Betancor jede Menge zu bieten: „Weiß nicht, aber jemand randaliert in meinem Gehirn / Räumt ständig um, verkabelt neu, schickt mich zum kopier’n” heißt es in da in einem Lied und „Ich wär so gerne wieder da, wo ich herkäme / Würde lieber wieder bleiben, wo ich war” in einem anderen. Selbst nach mehrmaligem Hören entdeckt man immer wieder neue Sprachspielereien in den Stücken der Wahl-Berlinerin. Wohltuend auch die kongeniale Symbiose von intelligentem Humor mit Jazz- und Blueselementen, für die sich neben der Protagonistin (Piano & Trompete) insbesondere Dirk Berger (Gitarre) und Joe Bauer (Perkussion) verantwortlich zeichnen und die der Platte das gewisse Etwas verleihen.
Wie war doch im Begleitschreiben dieser CD zu lesen? „Dies ist meine neueste Veröffentlichung. Fast 51 Minuten exquisit polytonaler Kammerpop by Betancor in Deutsch. Und nicht nur, dass ich stolz bin und mich freue, ich bin auch überzeugt, dass diese Platte gelungen ist, wertvoll und Freude transportiert.” Dem will ich nicht widersprechen. Im Gegenteil.
Liederbestenliste, CD-Empfehlung vom Januar 2012

Betancor, die singende Poetin, Live-Spektakel und noch so vieles mehr ist, hat mit “Kein Island” ein ganzes Album mit Jazz-Balladen gefüllt. Gelungen sind ihr und ihrer Band schönste heiter-melancholische Melodien, die die Texte gekonnt vor sich hertreiben. Kleine Beobachtungen finden Platz neben großen Gedanken, das Ganze ist ein Genuss.
AVIVA Berlin vom 19. Januar 2012

Singen in der Wählergunst – Meisterin der Improvisation: Letzte Sitzdisko mit der Popette Betancor in der Schwankhalle Die Sitzdisko war ein neues Format, das die Schwankhalle mit der Komödiantin, Sängerin, Songschreiberin und Pianistin Susanne Betancor ausprobiert hat. Ein ungemein komisches Format bei dem die Betancor sowohl auf erwartete als auch auf unerwartete Gäste traf – und sich irgendwie durch den Abend hangeln musste…diese Reihe, in der das Unperfekte, Zufällige und Improvisierte zur Kunst erhoben wurde…ganz ohne Gäste endet aber auch dieser wunderbare Abend nicht…
Weser Kurier vom 30. Mai 2011

Rinke-Fragebogen: Diesen Fragebogen hätte auch Marcel Proust gleich zwei Mal ausgefüllt. Für die SPIELZEIT hat der Dramatiker Moritz Rinke brandneue Fragen erdacht. Diesmal antwortet Susanne Betancor // Bei Kartoffelpü mit Klops werde ich schwach…
Der Tagesspiegel vom 28. Oktober 2010

Es ist die Trivialität des alltäglichen Lebens, dem die Künstlerin virtuos auf der Spur ist und die sie entblößt, ohne sie lächerlich zu machen.
Nordbayerischer Kurier vom 23. Juli 2007

Die Künstlerin erweist sich als bemerkenswerte Komponistin und Musikerin, deren Spektrum vom Flamenco bis zum Freejazz reicht, spielt selbst Klavier und Trompete. (…) Die Popette beherrscht die hohe Schule der musikalischen Verkleidung und verquickt die deutsche Querdenkerei zu einem diabolischen Cocktail von unverhohlener Selbstironie und Alltags-beobachtungen.
Bayerische Rundschau, vom 24. Juli 2007

Es gibt sie noch, jene Künstler, die die Tragik der Spaßgesellschaft erkannt haben und ihr auf der Bühne zu trotzen versuchen.
Hamburger Abendblatt, 6. Oktober 2005

Und wie wunderbar kann sie singen!
Die Welt, 07. November 2002, Kai Lührs-Kaiser

Ihr Ton ist ein ganz eigener, einer des leisen Widerstands gegen den Rest der Welt. Und, wie bei allen guten Chansons steckt auch bei Popette Betancor in fast jedem Lied eine kleine zerbrochene Welt.
Der Tagesspiegel, 31. August 2001, Jörg Königsdorf

Niemand erzählt komische Geschichten so komisch wie die Popette. Sie improvisiert, rechte Hand am Klavier, linke an der Trompete, singt von Ommas Tauben, reißt hinterhältige Witzchen und wackelt mit den viel zitierten Augenbrauen in alle Richtungen – Einzigartig!
die tageszeitung, 2001, Jenni Zylka

Angst vor Feinden kennt sie nicht. Ihre musikalische Raffinesse schützt sie wie eine kugelsichere Weste. (…) … und wenn irgendwann einmal beispielhafte Hervorbringungen der Erdenbewohner in den Äther geschossen werden: Ihr Werk wird dabei sein.
Bonner Generalanzeiger, 07. Oktober 2000, Wolfgang Schlüter

Die Betancor elektrisiert mit ihrer intelligenten, subtilen Kunst – eine gewitzte Poetin am Piano, die mit Sezierblick die Absurdität von Denken und Tun freilegt. Eine raffinierte Entertainerin von ganz spezieller Klasse. Hamburger Abendblatt, 1997

Bildlich gesprochen knallt Kunst ungebremst auf die Fresse.
Weser Kurier, 1995, C. Emigholz


mich…

… gibt es virtuell auch noch anderswo: Management Partner